Giftmüll-Skandal auf dem Oldenburger Fliegerhorst: Stadt blockiert Aufklärung

23.08.2025

Beachtet hierzu auch die neusten Entwicklungen. Mehr dazu im Video vom 24.08.2025!

Auf dem Gelände des ehemaligen Schießstands am Fliegerhorst Oldenburg lagern seit Jahren illegal abgelagerte Giftstoffe – darunter krebserregender Asbest und hochgiftige Teerrückstände (PAK).

Bereits 2023 leitete die Staatsanwaltschaft Oldenburg Ermittlungen wegen illegaler Abfallentsorgung ein, doch die Stadt handelt nicht. Obwohl 4 von 6 untersuchten Bodenproben der Staatsanwaltschaft belastet waren, verweigert die Verwaltung weitere Untersuchungen – mit der fadenscheinigen Begründung, es bestehe „keine akute Grundwassergefahr“.

PAK und Asbest gefährden langfristig Boden und Gesundheit, und nach § 62 Kreislaufwirtschaftsgesetz muss die Stadt unabhängig vom Strafverfahren aktiv werden – um Verursacher zu ermitteln und Sanierungskosten abzuwälzen.

Die Gruppe „Für Oldenburg“ stellt am 25. August 2025 einen konkreten Antrag im Stadtrat:

   1.    Die Verwaltung soll umgehend weitere Baggerschürfe durchführen, um das volle Ausmaß der Verunreinigung zu klären, und

   2.    ein eigenes Verwaltungsverfahren einleiten, um die Verursacher in die Pflicht zu nehmen.

Bisher blockiert die Stadt. Siehe Vorlage der Stadt hier.

Oberbürgermeister Jürgen Krogmann hatte 2024 noch „eine vollumfängliche Aufklärung versprochen, doch seither fehlt jede Transparenz. Medien wie der NDR, die taz und die NWZ berichten seit 2024 über den Skandal. Es entsteht der Eindruck, dass  der OB Jürgen Krogmann und die Wirtschaftsförderung mauern.

Die Zeit drängt: In anderen Städten wie Münster oder Hamburg führten ähnliche Fälle zu sofortigen Sanierungen und Millionenklagen gegen Verursacher. In Oldenburg aber riskiert die Stadt, auf den Kosten sitzenzubleiben – während Bürger und zukünftige Anwohner des Fliegerhorst-Geländes mit den möglichen gesundheitlichen Folgen leben müssen.

Die Gruppe Für Oldenburg warnt: „Wenn die Stadt jetzt nicht handelt, wird das ein teurer und gefährlicher Erbe-Skandal – bezahlt von den Steuerzahlern.“

Die Frage ist: Warum verschleppt der Oberbürgermeister die Aufklärung – und wer profitiert davon?

Hier die Bewertung des Rechtsanwalt.